Stefan Hartung | Der Winzer

Lebensgut Cobstädt hat Grundstück für Weinanbau in der Region gelegt

Lebensgut Cobstädt hat Grundstück für Weinanbau in der Region gelegt

Posted on

Lebensgut Cobstädt hat Grundstück für Weinanbau in der Region gelegt

 

Porrmann (Mitte) bekommt von Winzer Stefan Hartung Tipps, wie der Rebstock zu pflanzen ist. Marie hört interessiert zu. Foto: Klaus-Dieter Simmen

Porrmann (Mitte) bekommt von Winzer Stefan Hartung Tipps, wie der Rebstock zu pflanzen ist. Marie hört interessiert zu. Foto: Klaus-Dieter Simmen

Cobstädt (Landkreis Gotha). Weinanbau spielte im Mittelalter auch in der Gothaer Region eine große Rolle. Daran will der Verein Lebensgut in Cobstädt erinnern – nicht einfach nur mal so, sondern auf besondere Weise. Am Wochenende wurde der Grundstock für einen Weinberg gelegt. Wenn alle Rebstöcke gepflanzt sind, muss sich Winzer Stefan Hartung dann um beachtliche 300 Pflanzen kümmern.

Über 800 Quadratmeter umfasst der Cobstädter Weinberg am Ende und was darauf wächst, bezeichnet der Gärtner als autochthone Rebsorten. Hinter diesem Begriff verbergen sich Sorten, die ihren Ursprung in Thüringen haben. Mit anderen Worten: Was in Cobstädt wächst und wachsen wird, gibt es auf den Weinbergen in den deutschen Anbaugebieten nicht. Um die ersten Rebstöcke zu gewinnen, hat Stefan Hartung rund 150 Pflanzen veredelt.

Patenschaften für Rebstöcke

„Das erwies sich als nicht so einfach. Ich bin mit der Ausbeute, auch wenn sie gering erscheint, sehr zufrieden“, sagt der Winzer. Die Edelreise für die Unterlage stammen von Weinstöcken aus Bauernhöfen in Mittelthüringen, die von Lebensgut-Mitstreitern gesammelt wurden.

Zur Pflanzaktion trafen sich Frauen und Männer, die mit einer Patenschaft über einen Rebstock die Arbeit der Cobstädter unterstützen. „Wir freuen uns über jeden, der hilft, Rebsorten zu erhalten“, sagt Thomas Penndorf vom Lebensgut.

Winzer Stefan Hartung, der sein Handwerk in Sulzfeld am Main gelernt hat, freut sich, dass in Thüringen ein Weinberg quasi auf ihn gewartet hat. „Aus familiären Gründen bin ich wieder in meine alte Heimat zurückgekommen. Wenn ich nicht zufällig Kontakt zum Lebensgut gefunden hätte, wäre meine Arbeit im Weinberg beendet gewesen.“ In Tüttleben, wo der gebürtige Erfurter jetzt lebt, will er demnächst einen Weinladen eröffnen, wo er Frankenwein anbietet, aber auch Rebstöcke für den Gartenfreund. „Wobei ich natürlich viel Wert auf fachliche Beratung lege“, verspricht er.

Klaus-Dieter Simmen / 25.09.13 / TA

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.